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LVR würdigt Klever Engagement: „Wesentliche Parkelemente wiederhergestellt“

Der Landschaftsverband Rheinland würdigt in seiner Feststellung zur Förderanfrage aus Kleve das gemeinnützige Engagement vieler Bürger unter Federführung des Klevischen Vereins, das wesentliche Flächen der ehemaligen Residenzlandschaft für die Nachwelt bewahrt habe.

Konkret heißt es: „Im Klevischen Verein hat sich eine Initiative kulturbewusster sachkundiger Bürger gebildet, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die unverwechselbare Parklandschaft vor der Stadtsilhouette Kleves wieder ins Bewusstsein zu rufen, Spuren der frühen Gartenkunst des 17. Jahrhunderts wiederherzustellen und durch diese Maßnahmen dauerhaft zu erhalten.

In zehn Jahren ehrenamtlichen Engagements konnten wesentliche Parkelemente in Abstimmung mit Behörden, Förderung der NRW-Stiftung, der Euregio Rhein-Waal, der Kisters-Stiftung, durch die Bundeswehr, Regionalforst Niederrhein, Deichverband, Bürger und Unternehmer wiederhergestellt werden. In dieser Zeit konnten wesentliche Flächen der ehemaligen Residenzlandschaft vor Fehlnutzung und Zerstörung bewahrt und so dem Gemeinwohl der Region erhalten bleiben. Der Aufbau eines Expertennetzwerkes zur europäischen Gartenkunst führt Fachleute und interessierte Laien zusammen (Landschaftsarchitekten, Botaniker, Naturschutz). Der offene Dialog – nicht nur zu Gartenthemen – führt zur Intensivierung der europäischen Bezüge und Beziehungen. Der Nutzen soll sich in vielfachen Bereichen der Kulturregion widerspiegeln und grenzt sich dadurch klar von kommerziellen Kulturprodukten ab und ist im Interesse des Gemeinwohles.“

Auch der Aufbau des Expertennetzwerks ist für den LVR ein wichtiges Element, um die Anlagen in Kleve für die Nachwelt zu erhalten.

Der LVR schreibt: „Durch die im Rahmen der EU-Projektförderung vorgeschlagene Veröffentlichung des Parkpflegewerkes oder einer Zusammenfassung des Werkes kann der Öffentlichkeit dargestellt werden, dass ein Gartenkunstwerk nur durch gezielte und kontinuierliche Pflege erhalten bleibt. Es ist nicht nur von großer Bedeutung, ein Pflegekonzept unter Berücksichtigung der gartendenkmalpflegerischen Belange zu erstellen, sondern es sollte auch den Besucherinnen und Besuchern zum Verständnis der Parkanlage erläutert werden. Für den Schutz und den Erhalt des gartenkulturellen Erbes ist eine fachlich fundierte Öffentlichkeitsarbeit unerlässlich. Seit Jahrhunderten pflegten Gärtner, Gartenarchitekten und auch Interessierte aus anderen Fachbereichen über die Ländergrenzen hinaus den fachlichen Austausch, um ihre Gärten in voller Schönheit zu präsentieren. Durch das Projekt soll diese Tradition mit den niederländischen Nachbarn fortgeführt werden, u.a. um die Wertschätzung der Gartenkunst in beiden Ländern zu erhöhen.“